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Bauhaus Lectures 2012

Bilden und Gestalten

Bauhaus Lectures 2012

Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24. Mai 2012

Die Region Dessau/Anhalt ist mit dem Wörlitzer Park und dem Bauhaus Dessau, beide UNESCO-Weltkulturerbe, eine der interessantesten historischen Aufklärungs- und Bildungsregionen in Deutschland.

Am Beginn der Industrialisierung stand um 1800 das feudale Reformprojekt des Fürsten Leopold III. von Anhalt, das sich im ersten kontinentalen Landschaftspark von Wörlitz landschaftlich ausbildet. Es findet seine Ergänzung in den frühen klassizistischen Architekturen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und in der Volksbildungsinitiative eines Elementarunterrichtes am Philanthropinum von Johann Bernhard Basedow in Dessau. Bilden und Gestalten waren in diesem reformpädagogischen Projekt der Anschauung und des selbsttätigen Lernens unmittelbar miteinander verbunden.

Am Ende des langen Industriealisierungsprozesses, im Zeitalter der großen Industrie, formierten die mitteldeutsche Chemie- und Metallindustrien, die Junkersflugzeuge für den Weltverkehr und die Hochschule für Gestaltung Bauhaus die Region Dessau/Anhalt zum deutschen „Silicon Valley“ der 1920er Jahre. Im Zeitalter von Massenkultur, Design und Verwissenschaftlichung stellten sich die Fragen von Aufklärung, Bildung und Gestaltung grundlegend neu. Auch die Gegenwart lebt noch von diesen Traditionen der aufklärerischen Moderne: Die Hochschule Anhalt mit ihren gestalterischen Fachbereichen Architektur und Design und die Stiftung Bauhaus Dessau als Institution der kulturellen Bildung arbeiten in dieser gestalterischen Tradition der Moderne.

Der erste Tag der Konferenz fragt danach, was Aufklärung (Bazon Brock, Wuppertal), Bauhaus (David Gelernter, New York) und Moderne (Juan Herreros, Madrid) heute heißt. Walter Scheiffele (Hochschule Weißensee, Berlin), Klaus Jan Philipp (Universität Stuttgart) und Jesko Fezer (Hochschule für Bildende Künste Hamburg) vergegenwärtigen die historischen Bildungstraditionen von Anhalt, die sich in den exemplarischen Gestaltungsansätzen von Basedow, Erdmannsdorff und dem Bauhausdirektor Hannes Meyer darstellen.

Das Fest am Abend des ersten Tages im Hugo Junckers Museum steht ganz im Zeichen der Präsentation von studentisches Arbeiten aus den Fachbereichen Design und Architektur der Hochschule Anhalt und den Bildungsformaten Kolleg und Sommerschule der Stiftung Bauhaus.

Am zweiten Tag stellen innovative Bildungsinstitutionen aus aller Welt beispielhafte Ansätze der gegenwärtigen Verbindung von Bildung und Gestaltung vor – so Martyn Hook (University of Melbourne), Michael Rios (University of California), Anastassia Smirnova (Strelka Moskau) und Theo Deutinger (Rotterdam). In zahlreichen Workshops werden anschließend die hier aufgeworfenen Fragen und Themen innovativer Bildungsansätze intensiv weiter diskutiert.

Bauhausgebäude und Hochschule Anhalt
Eintritt frei

Anmeldung

Digitale Medien in der Gestaltungslehre
11.30 – 13.00
Virtuelle Welten in der Gestaltungslehre

  • Michael Walter (Dessau),
  • Andreas Höpfner (Magdeburg),
  • Laurent Lescop (Nantes)

Naexus au Cebit–les visites

Le Cebit est le plus grand salon du monde, en surface d’exposition, pour les nouvelles technologies. Le Naexus de Dessau y était présenté et a connu un beau succès. Deux land-ministres sont venus y expérimenter l’immersion.

Les travaux des étudiants Archirep 2011-2012 y étaient présentés en exclusivité, drainant une foule considérable de curieux et d’admirateurs.

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Nous avons la visite de personnalités politiques. On notera, en Sachsen Anhalt que la science est liée à l’industrie.

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Laurent Lescop – Ensa Nantes, Claus Diessenbacher – HSA, Michael Richter secrétaire d’état*, Axel Teichert – directeur HSA et Michael Walter – concepteur du Naexus.

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Visite de Birgitta Wolff, ministre des sciences et de l’économie (Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft)

http://www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/CeBIT-2012.481.0.html

http://www.cebit2go.de/product/show/227195697

http://www.naexus.com/

* Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen Anhalt

Conférence “Die Stadt und Ihre Kinder”

Essener Forum Baukommunikation

Die Stadt und Ihre Kinder

Das Essener Forum Baukommunikation lädt im Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Essen zum 7. Forum nach Dessau ein.
Das diesjährige Thema lautet "Die Stadt und Ihre Kinder".
Gemeinsam mit Fachleuten verschiedenster Fachrichtungen wird das sehr vielseitige Thema diskutiert und betrachtet. Dabei sollen Fragen erörtert werden wie z.B. Was machen Städte mit ihren Kindern? Wie kindgerecht sind Städte? Ist das ein Thema was Planer betrifft, sind sie ggf. Ursache des Problems?
Termin: 17. und 18. Mai 2011
Genaueres zum Ablauf entnehmen Sie bitte dem Flyer.

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Intervention Laurent Lescop Manfred DundermannDie Kinder und ihre Stadt” : L’appartenance à un territoire passe aussi par le partage d’émotions communes, transgénérationnelles telles que celles proposées par le théâtre de rue. A travers les exemples de Royal de Luxe à Nantes et de La Machine à Dessau, il est suggéré que le partage de l’enchantement en ville peut constituer la mise en commun d’un désir de ville.

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Aéroflorale et Farbfest

Dessau-Roßlau

«Aeroflorale II» landet und das Bauhaus hebt ab

VON STEFFEN BRACHERT, 27.08.10, 19:18h, aktualisiert 27.08.10, 20:15h

Bauhaus

Erste Proben für das grüne Farbfest. "Maschine: Grün" heißt es am 4. September am Bauhaus. (FOTO: BAUHAUS)

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DESSAU/MZ. Den letzten Kontakt gab es vor drei Tagen. Die Verbindung war schlecht. "Wir haben längst nicht alles verstanden." Die Stille im Mittelwellen-Äther kann die Französin Marie Saunier aber nicht beunruhigen. "Wir haben auch schon einmal zwei Wochen nichts voneinander gehört."

Seit zwei Tagen ist Saunier in Dessau und bereitet mit einem kleinen Team die Ankunft der "Aeroflorale II" vor. Das spektakuläre Luftschiff ist mit seiner "Expedition Vegetale" vor einigen Monaten in Bolivien gestartet, wurde vor kurzem in Frankreich gesichtet und wird in dieser Woche zum Farbfest in Dessau erwartet.

Auflösung mit der Landung

Was da genau auf dem Marktplatz ankommt, weiß kaum einer so richtig. Eine Skizze der "Aeroflorale II" existiert. 16 bis 18 Meter groß ist das stählerne Ungetüm, das von Ballons getragen wird. Dazu gibt es ein Bild, das einen Mann am Steuer des riesigen Flugobjekts zeigt, und mysteriöse Funksprüche, die immer wieder in Dessau eintreffen.

Die Geheimhaltung ist Teil der Strategie. Eine Auflösung verspricht die französische Künstlergruppe "La Machine" erst in der nächsten Woche. "Ab Dienstag bereiten wir die Landung des Luftschiffes vor." Sauniers Empfehlung an die Stadt ist eindeutig. "Vielleicht stellen Sie schon einmal ein paar Schilder auf." Sauniers Bitte an die Dessauer ist ebenso klar. "Helfen Sie der Crew bei ihren Experimenten." Die Expeditionen werden sich quer durch die Stadt ziehen. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen. Mitmachen ist erwünscht.

Es ist das 13. Farbfest, das Dessau am ersten September-Wochenende feiert. Noch nie war eines geheimnisvoller. Im vorigen Jahr hat "La Machine" zum Tag der Deutschen Einheit in Berlin stählerne Riesen zum Brandenburger Tor laufen lassen. Die Konstrukteure schufen aber auch schon Spinnen und Elefanten aus Metall. Die Zusammenarbeit mit Dessau gilt als kleine Sensation und wurde möglich durch die Hochschule Anhalt, die seit Jahren Kontakte zur Architekturhochschule Nantes hält. Nantes ist die Heimatstadt von "La Machine", das mitgeholfen hat, mit Kultur die Stadtentwicklung voranzutreiben, wie Axel Teichert, Dekan in Dessau, anerkennend feststellt. Nantes kann und soll Vorbild für die Muldestadt sein. "Die Stadt", verspricht Teichert, "wird beim Farbfest die kreative Kraft der Hochschule entdecken."

Das 13. Farbfest – es ist der Farbe Grün, tollkühnen Menschen und fliegenden Kisten gewidmet – euphorisiert die Beteiligten. Erstmalig findet es an vier Tagen statt. Erstmalig hat es internationale Partner. "Es ist schon in der Vorbereitung ein beeindruckender, wunderschöner Kraftakt", freut sich Ingolf Kern vom Bauhaus auf ein "selbstbewusstes Fest, das es so noch nicht gegeben hat". Das Bauhaus selbst, der Ausgangs- und Fixpunkt des Festes, trägt dazu bei. Dort heißt es zum Farbfest "Maschine: Grün!".

"Grün ist uns aber nicht genug", sagt Andreas Kühnlein. Gemeinsam mit Torsten Blume versucht der Mann vom Bauhaus, den 1 600 Seiten zählenden Roman von Thomas Pynchon "Gegen den Tag" zu inszenieren, obwohl dort 600 Personen mitspielen und es eben so viele Erzählstränge gibt. "Das Buch", sagt Kühnlein, "passt zur Verrücktheit des Bauhauses."

Das Dessauer Welterbe wird zum Farbfest von den "Freunden der Fährnis" erobert, einem internationalen Aeronautenclub, der mit dem Luftschiff "Inconvenience" bis in die 1920er Jahre hinein obskure Forschungsaufträge in aller Welt erledigte – und im Jahr 2010 wieder abheben soll. Videoprojektionen, Dampf, Zahnräder, Lärm: Das Bauhaus soll an diesem Abend zu einem riesigen Luftschiff werden. "Inconvienience" trifft "Aeroflorale II". Ein großes Spektakel kündigt sich an. Bindeglied ist das Anhaltische Theater, für das Intendant André Bücker ein Eröffnungskonzert mit grünen Farbtupfern verspricht.

Gefühl und Hoffnung

All das provoziert Fragen, auf die selbst die Organisatoren nicht alle Antworten wissen. Doch alle eint bei diesem ganz besonderen Experiment das Gefühl und die Hoffnung, das Farbfest in einem Maße weiter entwickelt zu haben, dass es internationale Dimensionen erreicht. "Ein neues Fest entsteht immer im alten", sagt Burghard Duhm, der für das Bauhaus alle bisherigen zwölf Farbfeste mitvorbereitet hat. "Doch das jetzt könnte die Zukunft sein."

Zeitplan: 13. Farbfest findet erstmalig an vier Tagen statt

source : http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1277474050600